Sankt Martin ritt‘ durch Pommes und Salat

Am 11.11. war es mal wieder so weit, Sankt Martin stand vor der Tür. Viele Umzüge wurden aufgrund von Corona abgesagt. Doch unsere Hort hatte eine eigene Idee, wie sie trotz der Einschränkungen einen schönen kleinen Sankt Martins Umzug stattfinden lassen konnten. Mit selbstgestalteten Fackellaternen zogen die Hortkinder durch Buckenhof. Es erwarteten sie fünf Überraschungsstationen, welche von den Familien der Kinder vorbereitet und angeleitet wurden. Die Stationen fanden im Freien vor der eigenen Haustür statt, wie zum Beispiel im Hof oder im Garten.

So war den Kindern eine Spielstation -ähnlich zur bekannten „Flüsterpost“- geboten, bei welcher eine lange Schlange an Kindern einen Begriff erraten sowie Gegenstände mit geschlossenen Augen erfühlen sollten. Anschließend ging der Fackellauf weiter zum Punsch- und Knabbereien- Stand. Hier konnten sich die Hortkinder aufwärmen und sich für den Rest des Umzugs stärken. Mit grölendem Gesang und mehreren Sankt Martins Liedern im Gepäck zog die Meute zur nächsten Adresse:

„Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt‘ durch Pommes und Salat, sein Ross stand still vor dem Cola-Automat…“

Bei der dritten Station angekommen, wurde der Bezug zur eigentlichen Sankt Martins Geschichte aufgegriffen und eine wichtige Thematik, nämlich „Teilen wie einst Sankt Martin“ hervorgehoben. Die Kinder lernten aus wenig viel zu machen, indem sie zwei Äpfel auf die gesamte Gruppe aufteilen sollten. Bei zwanzig Personen gar nicht so einfach.

Ganz nach Goethes Geschmack fand auch eine Reimstation statt.                                                                            Die Grundschüler wurden kreativ, manches ging gut und manches auch schief.                                                            Nach gewisser Zeit zogen wir weiter und die Vorfreude stimmte uns heiter.

Denn kreativ wurde es auch bei der letzten Überraschungsstation, bei welcher eine lustige Tiergeschichte vorgelesen wurde und die Hortkinder die einzelnen Tiere instrumental zum Leben erwecken ließen. So erwachte der Bär durch das Anschlagen der Trommel und der Maulwurf durch das Anspielen der Mundharmonika.

Nach fast zwei Stunden Laternenumzug kamen alle leicht fröstelnd, aber auch gut gestimmt im Hort an, wo bereits die Eltern zum Abholen warteten. Was für eine aufregende Nacht und was für ein erhellendes Erlebnis in manchmal doch so tristen Zeiten.